Cornhole begeistert in Dewangen: Inklusion und Spitzensport Hand in Hand
Volle Wellandhalle bei viertem Inklusionsturnier und zweiten Welland Open
Die Wellandhalle in Dewangen stand am ersten Januarwochenende ganz im Zeichen des Cornhole-Sports. Beim vierten Inklusions-Sacklochturnier sowie den zweiten Welland Open im Einzel und Doppel erlebten Spieler und Zuschauer ein rundum gelungenes Turnierwochenende, das sowohl sportlich als auch menschlich Maßstäbe setzte. Die Halle war an allen Tagen sehr gut besucht und bot die passende Kulisse für hochklassigen Sport, gelebte Inklusion und eine mitreißende Stimmung.
Bereits am Freitagabend fiel der Startschuss mit einem Workshop und offenem Training, das auf großes Interesse stieß. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Spielern der deutschen Cornhole-Nationalmannschaft, die den zahlreichen Hobby- und Vereinsspielern wertvolle Tipps zu Technik, Wurfrhythmus und Spieltaktik gaben. Die Wellandhalle war schon zu diesem frühen Zeitpunkt gut gefüllt, viele nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich gezielt auf die anstehenden Turniertage vorzubereiten.
Hochklassiges Einzelturnier am Samstag
Am Samstag übernahmen dann die Profis das Geschehen. Beim DCO-Ranglistenturnier im Einzel gingen 68 Teilnehmer aus ganz Deutschland an den Start. Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt: Neun Spieler aus den aktuellen deutschen Top Ten sorgten für Cornhole auf nationalem Spitzenniveau. Entsprechend hoch war die Qualität der Spiele, die von Präzision, taktischem Geschick und mentaler Stärke geprägt waren.
Nach einem langen Turniertag mit zahlreichen spannenden Begegnungen setzte sich am Ende Felix van Röder aus Diersburg durch und sicherte sich den Turniersieg. René Schindler, ehemaliger Europameister aus Nürnberg, belegte den zweiten Platz. Rang drei ging an Konrad von Rhein, ebenfalls aus Diersburg. Besonders das Finale zog viele Zuschauer an, die für eine lautstarke und begeisterte Atmosphäre sorgten. Die Stimmung in der Halle wurde von Spielern wie Besuchern gleichermaßen als außergewöhnlich beschrieben.
Sonntag ganz im Zeichen der Inklusion
Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des vierten Inklusionsturniers, das sich erneut als Herzstück der Veranstaltung erwies. Insgesamt nahmen rund 160 Spielerinnen und Spieler teil – Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, Anfänger und erfahrene Turnierspieler, gemischt in Teams und vereint durch die Freude am Spiel. Auf und neben den Spielfeldern war deutlich zu spüren, dass hier nicht nur Ergebnisse zählten, sondern vor allem Gemeinschaft, Fairness und gegenseitige Wertschätzung.
Bis in die Abendstunden, gegen 18 Uhr, wurden spannende Spiele geboten. Zwar stand der Sieger zum Zeitpunkt des Turnierende noch nicht endgültig fest, doch das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Spieler und Zuschauer waren sich einig: Das sportliche Niveau war hoch, die Stimmung hervorragend und der inklusive Charakter des Turniers vorbildlich.
Prominenter Mitspieler und viel Lob
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte die Teilnahme des CDU-Landtagsabgeordneten Winfried Mack, der selbst zum Wurfsäckchen griff. Der Politiker zeigte dabei überraschende Treffsicherheit und vor allem sichtliche Freude am Spiel. Nicht wenige Zuschauer äußerten augenzwinkernd die Hoffnung, ihn künftig öfter – vielleicht sogar im Training – in der Wellandhalle zu sehen.
Blick in die Zukunft
Die Organisatoren zeigten sich am Ende des Wochenendes hochzufrieden. Die Kombination aus Spitzensport, Inklusion und offener Atmosphäre habe erneut bewiesen, welches Potenzial der Cornhole-Sport in der Region besitzt. Viele Spieler und Besucher äußerten bereits den Wunsch nach einer Fortsetzung. Die Hoffnung auf ein fünftes Inklusions- und Cornhole-Turnier in Dewangen ist groß.
Mit einem prall gefüllten Programm, einer vollen Halle und vielen positiven Rückmeldungen setzte das Turnierwochenende ein starkes Zeichen – für den Sport, für die Gemeinschaft und für gelebte Inklusion in Dewangen.

