Welland Bean Bag Baggers peilen ersten Bundesliga-Sieg an
Am 21. September 2025 steht für die Welland Bean Bag Baggers des TSV Dewangen das Rückspiel der Cornhole-Bundesliga in Burgkirchen bei Gendorf an – Spielbeginn ist 10 Uhr. Nach einer Vorrunde, in der der Neuling viel Lehrgeld zahlte, aber wertvolle Erfahrung sammelte, soll in der Rückrunde nun endlich der erste Sieg in der höchsten Spielklasse her. Einfach wird das nicht: In der Südost-Staffel warten mit Gastgeber SV Gendorf Burgkirchen, den Cornhole-Freunden Ebersberg und den Saggewerfa Amsham drei Teams, die schon in der Hinrunde ihre Klasse demonstrierten. Für Dewangen ist die Rückkehr an den Ort des Bundesliga-Debüts ein besonderer Prüfstein – damals hatte Burgkirchen die Hinrunde ausgerichtet.
Rückenwind bringt die jüngste Form einzelner Spieler: Dennis Baumann sorgte international für Ausrufezeichen mit Platz drei im Swap bei den France Open. Solche Resultate schärfen das Selbstvertrauen der Dewanger, die seit Mai konsequent zweimal pro Woche gemeinsam trainieren, um der geballten Konkurrenz Paroli zu bieten. Ziel ist es, mit dem stärksten Kader anzureisen und bis zum Rückspiel verletzungsfrei zu bleiben. Dass der TSV überhaupt in der 1. Bundesliga antritt, ist für den Mehrspartenverein weiterhin ein Meilenstein, der im Winter mit breiter Brust verkündet wurde.
Die Gastgeber aus Burgkirchen sind nicht nur organisatorisch eine Bank, sie besitzen auch sportlich Schlagkraft. Abteilungsleiter Alexander Nöbauer führt die SVGB Firesliders mit ruhiger Hand – und steht gemeinsam mit Aysen Halata für Top-Niveau im Doppel: Beide holten 2025 internationale Titel, u. a. bei den ACL Slovenia Open und einem ACL Europe-Event. Zuhause in Burgkirchen schwärmten die Zuschauer zuletzt ohnehin von einem „Cornhole-Showdown“ mit hochklassigen Feldern – ein Hinweis, wie eng es am 21. September werden dürfte.
Auch Ebersberg ist traditionell gut besetzt und reist mit Routine und Turnierhärte an; die Oberbayern sammelten in Burgkirchen bereits Punkte und Erfahrung. Aus ihrem Lager ist Stefan Etesam (kurz „Eti“) als starker Einzel- und Doppelmann bekannt – einer, den man nie aus den Augen lassen darf. Amsham, Niederbayerns aufstrebender Cornhole-Verein, hat sich mit gut organisierten Ranglistenturnieren einen Namen gemacht und spielt in der Staffel zuverlässig „groß“. Zusammengenommen ergibt das einen Gegner-Mix, in dem Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden.
Taktisch wird der Tag lang: Zunächst vier Einzel, danach folgen gegen jede Mannschaft die Doppel-Begegnungen – ein Modus, der Nervenstärke, Tiefe im Kader und eingespielte Paare belohnt. Für die Welland Bean Bag Baggers heißt das: In den Singles die Partien möglichst lange offenhalten, um dann mit ihren besten Duos zuzuschlagen. Genau hier könnte die jüngste Doppel-Form der Top-Teams den Ausschlag geben – aber auch Dewangen hat seine Paarungen in den letzten Monaten geschärft.
Der Blick auf die Staffelentwicklung zeigt: In der DCO geht es 2025 eng zu; die Hinrunden-Übersichten unterstreichen, wie klein die Abstände sind. Für Dewangen lautet die Zielvorgabe deshalb realistisch: mindestens ein Sieg am Rückspieltag – idealerweise aus einem engen Einzelblock heraus und abgesichert durch ein starkes Finish im Doppel. Gelingt das, könnte der Knoten platzen und der Aufsteiger die Tür in Richtung Tabellenmittelfeld aufstoßen.
Der Rahmen stimmt, die Motivation ist groß, die Aufgaben sind anspruchsvoll. Mit disziplinierten Einzeln, clever aufgestellten Doppeln und dem Quäntchen Fortune ist für die Welland Bean Bag Baggers in Burgkirchen der Premieren-Bundesligasieg möglich. Und wer die Szene kennt, weiß: In dieser Liga entscheiden oft ein, zwei präzise Bags – und genau darauf arbeitet der TSV seit Wochen hin.

